Am Mittwoch, 26. September trafen sich über 150 Mediziner aus Bremen und der Weser-Ems Region in Oldenburg, um sich im Rahmen einer wissenschaftlichen Fortbildung über die Behandlungsmöglichkeiten von Herzrhythmusstörungen zu informieren. Eingeladen hat Privatdozent Dr. Matthias Antz, Leitender Arzt der Elektrophysiologie in der Klinik für Kardiologie des Herzzentrums Oldenburg, der sich hocherfreut über das große Interesse zeigte: Die Resonanz zeigt die Bedeutung von Herzrhythmusstörungen in der Region und den Bedarf an dieser neuen Behandlungsmethode. Die renommierten Referenten Prof. Dr. Karl-Heinz Kuck aus dem Hanseatischen Herzzentrum Hamburg und Dr. Joachim Hebe aus dem Herzzentrum Links der Weser in Bremen konnten den Teilnehmern viel Wissenswertes vermitteln. Sehr interessiert waren die Teilnehmer natürlich am Verlauf und Ergebnis der ersten in Oldenburg durchgeführten Katheterablationen (Verödungen). Ich habe über die ersten 21 Patienten berichtet, bei denen wir seit Juli 2007 im Herzzentrum Oldenburg eine Katheterablation durchgeführt haben, das heißt über einen in das Herz eingeführten Katheter den Ort verödet haben, der für die Herzrhythmusstörung verantwortlich ist. Unser Herzchirurg Dr. Harald Eichstädt hat schließlich über Erfahrungen bei der chirurgischen Behandlung von Vorhofflimmern referiert.
Oldenburg, den 27. September 2007.
Auch Prof. Dr. Gert-Hinrich Reil, Klinikdirektor der Abteilung für Kardiologie am Herzzentrum Oldenburg war hochzufrieden mit der Veranstaltung. Während des Symposiums ist klar geworden, dass sofort ein Elektrokardiogramm geschrieben werden sollte, wenn ein Patient Herzrasen verspürt meinte er und Dr. Antz fügte hinzu: Häufig kann die genaue Diagnose bereits anhand des EKGs gestellt werden und den Patienten durch die Verschreibung von Medikamenten geholfen werden. In einigen Fällen ist aber eine Elektrophysiologische Untersuchung nötig. Während dieser Untersuchung führt der Kardiologe beim schlafenden Patienten Elektrodenkatheter über die großen Venen zum Herzen vor und löst mit Computer gestützten Verfahren die Herzrhythmusstörung aus. Damit kann der Ursprungsort des Herzrasens bestimmt werden. Oft kann die Herzrhythmusstörung dann durch eine Katheterablation geheilt werden. Je nach Art der Herzrhythmusstörung dauert diese Untersuchung zwischen einer und mehreren Stunden. Zudem ist es jetzt im Herzzentrum auch möglich, die Anatomie und Erregungsabläufe des Herzens dreidimensional darzustellen und gleichzeitig komplizierte Herzrhythmusstörungen mit deutlich geringerer Röntgenstrahlen-Belastung zu behandeln.
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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