Prof. Dr. Eduard Malik übernimmt am 1. April die Leitung der Oldenburger Frauenklinik. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Detlev Mühlenstedt an. Der in Hamburg aufgewachsene 42-jährige Gynäkologe arbeitete zuletzt an der Universitätsfrauenklinik in Regensburg.
Oldenburg, den 16. March 2006.
Nach seinen ersten Eindrücken befragt, antwortet der neue Klinikdirektor: Prof. Mühlenstedt hat eine gut funktionierende Klinik mit vielen erfahrenen Mitarbeitern aufgebaut. Für die Zukunft gilt es die vorhandenen Stärken des Klinikums, insbesondere in der Geburtshilfe und Pränatalmedizin sowie der Senologie zu sichern bzw. auszubauen. Natürlich möchte ich meine persönlichen Stärken auch mit einbringen. Wir wollen deshalb verstärkt die operative Gynäkologie ausweiten. Schwerpunkte seiner bisherigen Tätigkeit waren die operative Behandlung bösartiger Erkrankungen der Frau sowie die minimal-invasive Chirurgie, die er im Klinikum weiter ausbauen möchte. Wissenschaftlich und klinisch hat er sich intensiv mit der häufigsten gutartigen Erkrankung der Frau, der Endometriose, beschäftigt. Es handelt sich dabei um versprengte Schleimhautinseln der Gebärmutter an unterschiedlichen Stellen des Beckenraumes. Diese Erkrankung verursacht insbesondere Beschwerden während der Monatsblutung und beim Geschlechtsverkehr sowie ungewollte Kinderlosigkeit.
Zum Thema Geburtshilfe äußert sich Prof. Malik: Wir wollen so wenig wie möglich in den Geburtsverlauf eingreifen. Manchmal aber wird es aufgrund des Risikoprofils der werdenden Mutter nicht zu vermeiden sein. Das Klinikum ist bei der Betreuung von Risikoschwangerschaften niedersachsenweit führend. Es gilt, die Risiken zu identifizieren und den risikofreien Schwangeren ein unbeeinträchtigtes Geburtserlebnis zu ermöglichen. Er setzt dabei auf Kooperation zwischen den Berufsgruppen. Hier ist die enge Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch zwischen Arzt, Hebamme, Pflegepersonal und OP-Team unabdingbar. Ebenso ist ihm der Austausch mit den anderen Fachdisziplinen des Hauses und mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen wichtig.
Nach Oldenburg ist er übrigens gekommen, weil er immer schon die Absicht hatte, in den Norden Deutschlands zurückzukehren. Ich fühle mich in dieser Region heimisch, denn ich bin in Hamburg aufgewachsen und habe auch dort studiert. In Hamburg leben meine Eltern, ein Teil meiner Familie und viele Freunde. Die Gelegenheit, Oldenburg kennen zu lernen, hatte er bereits bei der Wohnungssuche. Oldenburg ist eine schöne Stadt. Ich bin mir sicher, dass meine Frau und ich uns hier wohl fühlen werden.
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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