Was muss bei einer Rettung einer verletzter Person aus großer Höhe beachtet werden? Was hat eine Bohrmaschine in der Ausrüstung des Notarztes zu suchen? Wie gehe ich im Notfall mit Patientenverfügungen um? Und warum wurden Rettungskräfte bei einem Einsatz urplötzlich ohnmächtig? Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr bekamen die mehr als 500 Teilnehmer auf dem 7. Oldenburger Notfallsymposium am 24. Oktober 2009 im Neuen Hörsaalgebäude der Universität Oldenburg. Die Veranstalter – die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS) im Klinikum Oldenburg und der Malteser Hilfsdienst Oldenburg – begrüßten Teilnehmer aus dem gesamten norddeutschen Raum.
Oldenburg, den 23. October 2009.
Was muss bei einer Rettung einer verletzter Person aus großer Höhe beachtet werden? Was hat eine Bohrmaschine in der Ausrüstung des Notarztes zu suchen? Wie gehe ich im Notfall mit Patientenverfügungen um? Und warum wurden Rettungskräfte bei einem Einsatz urplötzlich ohnmächtig? Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr bekamen die mehr als 500 Teilnehmer auf dem 7. Oldenburger Notfallsymposium am 24. Oktober 2009 im Neuen Hörsaalgebäude der Universität Oldenburg. Die Veranstalter – die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS) im Klinikum Oldenburg und der Malteser Hilfsdienst Oldenburg – begrüßten Teilnehmer aus dem gesamten norddeutschen Raum.
Unter anderem fand die Medikamentengabe über Kanülen, die mittels einer Bohrmaschine in den Knochen eingeführt werden, großes Interesse bei den Teilnehmern. Notärzte und Rettungskräfte haben hierdurch die Möglichkeit, in Schienbein oder Oberarm mit einer speziellen Bohrmaschine sehr schnell einen Zugang zum Knochenmark herzustellen, der im Notfall eine Venenkanüle ersetzt. „Die Methode gibt es schon länger und kommt aus der USA, aber erst in den letzten 2-3 Jahren ist sie wiederentdeckt worden und gewinnt immer mehr an Bedeutung.“, erklärt Prof. Dr. Andreas Weyland, Direktor der Klinik für Anästhesiologie. Aber auch dem Thema „Patientenwille beim Notfalleinsatz“ wurde viel Beachtung geschenkt. Hierbei ging es vor allem um schwer chronisch kranke Patienten, die in einer Notfallsituation nicht mehr ansprechbar sind. „Für den Notfall bei Palliativpatienten müssen klare Regelungen geschaffen werden,“ fordert Frank Flake vom Malteser Hilfsdienst, Bezirksgeschäftsstelle Oldenburg, „diese Regelungen müssen dann auch der breiten Bevölkerung näher gebracht werden, um Missverständnisse am Einsatzort vorzubeugen.“ Aber auch die Demonstrationen, wie zum Beispiel die Rettung von Schwerver¬letzten aus großer Höhe und Fallbeispiele, die aufzeigen, in welchen Situationen Probleme auftreten können, gehörten zum diesjährigen Programm. Warum zum Beispiel eine Gefährdung der Rettungskräfte bei automatischen Löschanlagen auftreten kann und wie sie korrigiert wurde, zeigte das Beispiel aus Mönchengladbach, bei dem während eines Löscheinsatzes unbemerkt Kohlendioxid austrat und die Einsatzkräfte in der Nähe ohnmächtig wurden. Durch einen Helikoptereinsatz, bei dem mittels Überfliegen der Einsatzstelle und gezielten Einsatz der Hubschrauberrotoren die Konzentration an Kohlendioxid wieder verringert wurde, konnte die Situation in den Griff bekommen werden und letztendlich kam glücklicherweise niemand durch den Sauerstoffmangel zu Schaden. „Hierbei geht es darum, seltene Gefährdungen, mit denen kaum einer rechnet, in Fallberichten darzustellen, um sie das nächste Mal vermeiden zu können“, meint Frank Flake, Leiter des Malteser Hilfsdienstes Oldenburg.
Die Veranstalter ziehen eine positives Fazit. „Wir organisieren dieses Symposium jetzt zum siebten Mal und das Interesse an der Fortbildungsveranstaltung ist ungebrochen. Auch in diesem Jahr haben wir ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, um Notärzte, Rettungsassistenten und Pflegekräfte aus der Region über neue Entwicklungen zu informieren“, freut sich Prof. Dr. Andreas Weyland und Frank Flake ergänzt: „Wir haben ein bewährtes Konzept, die gute Mischung zwischen Theorie und Praxis, aber auch der Umstand, dass verschiedene Berufs¬gruppen sich an diesem Tag miteinander austauschen können.“ Das nächste Notfallsymposium ist im Oktober 2011 geplant.
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Frank Flake, Malteser Hilfsdienst, Telefon: 0441/972800
Prof. Dr. Andreas Weyland, Telefon: 0441/403-2571
Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
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