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Pressemitteilungsarchiv

Chicago setzt Maßstab - Oldenburg setzt um

Gemeinsame Pressemitteilung Pius-Hospital Oldenburg/Klinikum Oldenburg





Was hat Chicago mit Oldenburg zu tun? Im Normalfall eher wenig, aber bei der Krebsbehandlung sehr viel. Die Anfang Juni beim amerikanischen Krebskongress (ASCO) mit über 30.000 Teilnehmern präsentierten Ergebnisse haben direkten Einfluss auf die Behandlung in der Region. Jetzt gilt es gemeinsam die vorgestellten Ergebnisse und daraus resultierenden Erkenntnisse in den Praxen und Krankenhäusern vor Ort umzusetzen. Damit dies schnell und effektiv geschieht, veranstalten Prof. Dr. Claus-Henning Köhne vom Klinikum Oldenburg und Prof. Dr. Frank Griesinger vom Pius-Hospital den so genannten „Oldenburger Post-ASCO“ am Samstag, 23. Juni 2007, 9 bis 15 Uhr in der Universität Oldenburg. Die leitenden Klinikärzte der onkologischen und hämatologischen Abteilungen aus Bremen, Oldenburg und Osnabrück, die vor knapp drei Wochen in Chicago dabei waren, werden an diesem Tag die mitgebrachten Daten vorstellen und mit interessierten Ärzten diskutieren. Eingeladen sind alle Ärzte der Region Weser-Ems, aus Osnabrück, Bremen, Hamburg und ganz Niedersachsen.



Oldenburg, den 15. June 2007. „Es ist besonders erfreulich, dass eine Zusammenarbeit überregional zwischen den drei Städten Bremen, Osnabrück und Oldenburg gelungen ist“, freut sich Prof. Dr. Köhne, „wir vereinen damit eine hohe Kompetenz onkologischen und hämatologischen Wissens zum Wohl der Patienten.“ Zu den Vortragenden gehören Prof. Hertenstein, Klinikum Links der Weser, Prof. Pflüger, Ev. Diakoniekrankenhaus Bremen, Prof. Hartlapp, Städtische Kliniken Osnabrück und Prof. Frühauf, Paracelsus-Klinik Osnabrück.



„Es gibt viele neue Behandlungsstrategien zu besprechen“, erklärt Prof. Dr. Griesinger, „neben der Verbesserung der klassischen Chemotherapie finden neue moderne Therapieverfahren, die üblicherweise nicht die typischen Nebenwirkungen der Chemotherapie besitzen, Eingang in die Therapie. Dies führt dazu, dass Standardbehandlungen bei Brust-, Darm- und Lungenkrebs weiter verbessert werden können und damit erhöhen sich zum Teil deutlich die Heilungsaussichten von Krebspatienten.“ Zum Beispiel können Patienten mit einem Lungenkrebs in Zukunft vermehrt mit einem Antikörper behandelt werden, der zusätzlich zur Chemotherapie gegeben wird. Zu diesen Ergebnissen führte eine internationale Studie mit mehr als 1.000 Patienten, an der Prof. Griesinger beteiligt war. Die Antikörper unterbrechen die Blutversorgung des Tumors und steigern damit die Wirksamkeit der Chemotherapie.



Auch für Patienten mit einem Darmkrebs können zusätzliche Antikörper eingesetzt werden. Diese Erkenntnis beruht auf einer gemeinsamen Studie des Klinikums Oldenburg mit der Mayo-Klinik in Rochester. „Diese Therapie soll aufgrund der Erfolg versprechenden Ergebnisse ab jetzt auch schon in früheren Stadien zur Anwendung kommen“ kündigt Prof. Dr. Köhne an, der verantwortlich für die Studie in Oldenburg war. Außerdem habe sich gezeigt, dass bei diesen Patienten eine Chemotherapie vor und nach Entfernung von Tochtergeschwülsten die Heilungsaussichten verbessern kann.



Für Patienten mit Brustkrebs stehen ebenfalls neue zielgerichtete Substanzen zur Verfügung, die zum Teil in Kürze auch in Deutschland ihre Zulassung erlangen werden. Aber auch für Patienten mit bösartigen Tumoren im Hals-/Nasen-/Ohrenbereich gibt es eine neue Standardtherapie. Für Nieren- und Lebertumore sowie für bestimmte Formen von Leukämie und bösartigen Knochenmarkserkrankungen stehen neue Ziel-gerichtete und nebenwirkungsärmere Medikamente zur Verfügung.



Die vorgestellten Therapien werden bereits heute oder in Kürze durch onkologische Spezialisten in den Kliniken und Niedergelassenen Praxen der Region angeboten.



Das Post-ASCO-Meeting in Oldenburg bietet die Gelegenheit, auf überregionalem Niveau Möglichkeiten der Behandlung bei hämatologischen und onkologischen Erkrankungen und ihre Umsetzung darzustellen und zu diskutieren. Alle interessierten Mediziner sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Fortbildungspunkte sind beantragt.



Hinweis an die Redaktionen:

Die American Society of Clinical Oncology (ASCO) ist die weltweit bedeutendste Fachgesellschaft für Ärzte, die mit der Behandlung von Krebs befasst sind. Nähere Informationen finden Sie unter



Ansprechpartner:

Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Klinikum Oldenburg, Tel: 0441 / 403-2611;

e-mail: onkologie@klinikum-oldenburg.de



Prof. Dr. Frank Griesinger, Pius-Hospital, Tel: 0441 / 229-1611

e-mail: frank.griesinger@pius-hospital.de

Weiterführende Informationen:
www.asco.org

Ihr Ansprechpartner:
Isabelle Yeginer/Barbara Delvalle , eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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