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Andere Kulturen – andere Pflege

Andere Kulturen – andere Pflege Für Menschen, die dem Islam angehören, bedeutet ein Besuch am Krankenbett, dem Patienten Ehre und Beistand zu gewähren. Jüdisch orthodox lebende Patienten dürfen niemals im oder außerhalb des Bettes ohne Kleidung sein und bei Menschen, die dem Hinduismus angehören, dürfen Frauen nur von Frauen und Männer nur von Männern gewaschen werden. Für die 15 Auszubildenden des dritten Semesters der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschule des Klinikums Oldenburg, die sich mit der Lerneinheit „Fremde Kulturen“ dem Thema „Pflege und Ernährung von Menschen aus anderen Kulturen“ gewidmet haben, war dieses Projekt mit vielen neuen Erkenntnissen verbunden.

Oldenburg, den 11. April 2011. „Um kultursensibel pflegen zu können, muss man wissen, wie andere Kulturen leben. Die Schülerinnen haben sich darauf bezogen, nicht nur intensiv mit der Pflege und dem Gesundheits- und Krankheitsverständnis beschäftigt, sondern sich auch mit den Grundzügen der Weltreligionen auseinandergesetzt“, erzählt Martina Traut, Lehrerin für Pflegeberufe in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflegeschule des Klinikums. Stellvertretend für die Schülerinnen meinte die 21-jährige Ines Buchholz abschließend: „Wir haben viel erfahren, von dem wir vorher einfach nichts wussten. Jetzt verstehen wir bestimmte Einstellungen und Handlungen viel besser und wir können dies sicherlich in die Praxis umsetzen.“

Abschluss der Projektarbeit war eine Poster-Präsentation mit einem multikulturellen Spendenbuffet im Medizinischen Ausbildungszentrum. Hier haben die Schülerinnen selbst gemachte Speisen und Getränke aus den verschiedenen Kulturen den Gästen angeboten. Jüdischer Reisauflauf, Varjeniks aus Russland, Koreanischer Sojatopf, Thai-Tee, Joghurt Lassi und noch viel mehr Köstlichkeiten verwöhnten die Gaumen, während die Schülerinnen die Zusammenhänge zwischen Kultur, Ernährung und Pflege erklärten. Die eingenommenen Spenden in Höhe von 100 Euro kommen dem Projekt „5 für ein Krankenhaus in Sierra Leone“ zugute.

Ihr Ansprechpartner:
Martina Traut, eMail traut.martina@klinikum-oldenburg.de
 
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:

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