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Pressemitteilungsarchiv

40 allogene Knochenmarktransplantationen

Seit anderthalb Jahren können Patienten aus der Region, die auf eine Knochenmark- oder Stammzelltransplantation mit Verwandten- oder Fremdspende zur erfolgreichen Behandlung einer akuten Leukämie oder anderen Bluterkrankung angewiesen sind, sich im Klinikum Oldenburg behandeln lassen. Am Donnerstag, 17. Dezember fand nun eine Weihnachtsfeier im Klinikum mit den ehemaligen allogenen Patienten, die die Transplantation erfolgreich hinter sich gebracht haben und Mitarbeitern aus dem Haus, aber auch aus den kooperierenden Institutionen (vor allem dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter-Unfallhilfe) statt.

Oldenburg, den 17. Dezember 2009. „40 allogene Transplantationen sind seit Juli 2008 in der Klinik für Onkologie durchgeführt worden. Tendenz steigend.“, berichtet Prof. Dr. Jochen Casper, Leiter der KMT-Station. Prof. Dr. Claus-Henning Köhne, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie ergänzt: „Diese Zahlen bestätigen den Bedarf an dieser neuen Behandlungsmethode. Wir können damit unseren Patienten aus der Region weite Weg ersparen.“ Stellvertretend für die Patienten meinte Petra Pleiter: „Die Zeit auf der Station war nicht einfach, aber ich war froh, dass ich in der Nähe meiner Familie bleiben konnte, so konnte mich mein Mann zum Beispiel viel besuchen und mich unterstützen. Jetzt geht es mir wieder gut und ich hoffe auch für die Zukunft, dass es so bleibt. Heute habe mich gefreut, auf der Weihnachtsfeier sozusagen meine Leidensgenossen von damals und diejenigen, mit denen ich viel Zeit auf der Station verbracht habe, wieder zu treffen.“



Ablauf der Transplantation:

Die allogene Knochenmarktransplantation erhöht die Heilungschancen unter anderem bei bestimmten Leukämien und zahlreichen Lymphomen. Vor der Transplantation erhält der Patient eine Chemotherapie und/oder Strahlentherapie. Die Transplantation erfolgt durch Transfusion über einen Venenkatheter in eine große Vene. Die Blutstammzellen des Spenders suchen sich selbst den Weg in das Knochenmark und übernehmen nach 2-3 Wochen wieder die volle Blutproduktion. Die Entlassung erfolgt etwa nach 4-5 Wochen. Voraussetzung ist das gute Anwachsen des Transplantats, Infektfreiheit, und gute Eingewöhnung des neuen Körperabwehrsystems.



Informationen über die Station:

Betten-Kapazität: 6 Zimmer mit 8 Betten (2 Doppelzimmer, 4 Einzelzimmer)

Spektrum: Patienten mit bösartigen Erkrankungen des blutbildenden Systems, die eine allogene Blutstammzell- oder Knochenmarktransplantation – kurz KMT – als Therapie bzw. die Nachsorge benötigen.

Die KMT-Station wird von dem Pflegepersonal der Station 412 versorgt. Neben der ärztlichen Betreuung kümmern sich zudem eine Psychologin, Physiotherapeuten und Diätassistentinnen um die Belange der aufgenommenen Patienten.

Technische Ausstattung: Spezielle Klima-Technik, spezielle Luftfiltration, moderne Überwachungstechnik mit zentraler Monitorüberwachung, spezielle Heizkörpertechnik.



Ansprechpartner: Prof. Dr. Jochen Casper, Leitender Arzt der KMT, Telefon: 0441/403-2611.

Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Casper, eMail casper.jochen@klinikum-oldenburg.de
 

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