Dem Kampf gegen multiresistente Keime, die nur noch sehr eingeschränkt mit Antibiotika zu behandeln sind - und schwerwiegenden Infektionen wie der Tuberkulose und der Sepsis, widmet sich die 3. Oldenburger Hygiene- und Infektiologietagung. Am Donnerstag, 21. Juni (9 – 17 Uhr) treffen sich im Medizinischen Ausbildungszentrum des Klinikums Oldenburg an der Brandenburger Straße Hygienebeauftragte Ärzte, Hygienefachkräfte, Amtsärzte, Pflegepersonal aus Alten und Pflegeheime, Gesundheitsaufseher sowie andere infektiologisch Interessierte, um sich über die neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet zu informieren. Veranstalter ist das Institut für Krankenhaushygiene, eine seit 2003 gemeinsam eingerichtete Institution des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg und des Klinikums.
Oldenburg, den 15. June 2007.
Thematisch beschäftigt sich die Veranstaltung vor allem mit den am weitesten verbreiteten multiresistenten Erregern in Krankenhäusern, den MRSA (Methicillin resistenten Staphylococcus aureus) und den VRE (Vancomycin resistenten Enterokokken). Die Tuberkulose, die aus Ost-Europa immer wieder auch in unsere Region eingeschleppt wird, ist ebenfalls Thema eines Beitrages. Hierbei geht es vor allem um Strategien zur Verhinderung des Auftretens und um die erfolgreiche Behandlung solcher Problemkeime.
„Die Ausbreitung multiresistenter Erreger betrifft nicht nur das einzelne Krankenhaus, sondern Gesundheitseinrichtungen in der gesamten Region. Verbesserungen lassen sich nur durch die enge Zusammenarbeit des medizinischen Personals der Kliniken mit den Hygiene-Spezialisten, den Gesundheitsämtern und den niedergelassenen Kollegen erzielen“, weiß Dr. Jörg Herrmann, Leiter des Institutes für Krankenhaushygiene und Veranstalter. „Die EU hat die Bedeutung der wachsenden Hygieneanforderungen in Krankenhäusern erkannt und fördert gezielt Projekte wie das EUREGIO MRSA-net, eine deutsch-niederländische Kooperation, die auf der Tagung präsentiert wird. Wir erwarten am Donnerstag 120 Interessierte aus ganz Niedersachsen und nach den Vorträgen auch eine lebhafte Diskussion.“
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Jörg Herrmann, eMail herrmann.joerg@klinikum-oldenburg.de
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