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Pressemitteilungsarchiv

Symposium „Wir begegnen uns!“

Zukunftsthema Pflege Demenzkranker

2. Oldenburger Pflegepreis geht an pflegende Angehörige





Rund 200 Professionell Pflegende aus Alten- und Seniorenheimen, aus Krankenhäusern und privaten Pflegediensten, aber auch viele pflegende Angehörige aus ganz Deutschland waren am Freitag nach Oldenburg gereist, um sich über die Betreuung Demenzkranker zu informieren. Eingeladen hatten die Kaiserswerther Seminare und das Klinikum Oldenburg, die die Tagung gemeinsam organisiert haben. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch der 2. Oldenburger Pflegepreis vergeben, der in diesem Jahr an Frau Elke Wicherts aus Oldenburg ging, die seit längerer Zeit Ihre demenzerkrankte Mutter selber betreut. Sie wurde für ihre Arbeit, in der sie viele Erfahrungen und Ideen aus dem Pflegealltag beschreibt mit dem ersten Platz und 1.000 Euro belohnt.

Oldenburg, den 27. September 2002. Im Jahr 2010 soll es in Deutschland bereits zwei Millionen Demenzpatienten geben. Schon jetzt sind 1,2 Millionen Menschen, die an Demenz erkrankt sind. „Viele werden in Pflege- und Altenheimen betreut, von den mittelgradig bis leicht an Demenz Erkrankten werden aber auch viele zu hause umsorgt“, weiß Michael Goßen von den Kaiserswerther Seminaren, „der Erfahrungsaustausch zwischen den Pflegenden ist deshalb von großer Bedeutung, aber auch der Dialog mit den pflegenden Angehörigen abseits vom stressigen Pflegealltag ist eines der wichtigsten Anliegen unserer Veranstaltung.“ Rita Wick, Fortbildungsbeauftragte des Klinikums ergänzt: „Viele der Teilnehmer sind am Ende mit neuen Ideen, neuen Bekanntschaften und neuem Mut nach Hause gegangen.“



Das Symposium hat mit neuesten Erkenntnissen und praktischen Beispielen Hilfestellungen bei der Bewältigung der Betreuung von demenzkranken Menschen gegeben. Viele Probleme wurden angesprochen, beispielsweise die Gesundheitsprobleme der pflegenden Angehörigen, auch das stark tabuisierte Thema „Gewalt in der Pflege von alten Menschen“, gleichzeitig haben die Referenten aber auch Lösungsansätze aufgezeigt. Was braucht der Pflegebedürftige? Was braucht der Pflegende?

Vor allem der Themenkomplex „Demenzkranke zu verstehen“ war für viele sehr interessant. Was geht in einem Menschen vor, der beispielsweise nicht mehr weiß, dass er Kinder hat? Peter Dürrmann, Stellvertretender Bundesvorsitzender des deutschen Verbandes der Leistungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen brachte es auf den Punkt:„Gebt ihnen doch einfach das, was sie brauchen. Zum Beispiel Dinge, die ihnen vertraut sind, mit denen sie in Beziehung treten können.“





Ganz praktisch wurde es dann in acht verschiedenen Workshops, die am Nachmittag stattfanden. Einige Workshops haben vor allem praxisnahe Hilfestellungen gegeben, beispielsweise der Einsatz der Aromatherapie bei Demenz oder die Sturzprophylaxe, andere widmeten sich mehr dem Umgang mit Pflegebedürftigen und dem Gedankenaustausch zwischen Pflegenden und den Angehörigen.



Der Oldenburger Pflegepreis

Ein Highlight der Veranstaltung war die Verleihung des zweiten Oldenburger Pflegepreises für Konzepte in der stationären Pflege und Betreuung von Demenzkranken. Maria Niggemann, Sozialdezernentin der Stadt Oldenburg überreichte den Gewinnern ihre Preise.



Der erste Platz ging an Elke Wicherts aus Oldenburg. Sie pflegt seit längerem ihre an Demenz erkrankte Mutter. Sie hat sich nicht nur als Betroffene mit der Gestaltung der Lebenswelt ihrer Mutter auseinander gesetzt, sondern in ihrer prämierten Arbeit auch aufgezeigt, wie unterschiedliche Angebote miteinander sinnvoll genutzt und verbunden werden kann. Besonders ihre Fähigkeit, Nachbarn und Freunde über den Prozess ihrer Mutter zu informieren ist aus Sicht der Jury ein sehr effektiver Schritt gewesen, der anderen pflegenden Angehörigen sicherlich weiterhelfen könnte.







Foto: Ein Foto von der Preisverleihung kann von den Internetseiten des Klinikums heruntergeladen werden. Sie finden es unter www.klinikum-oldenburg.de auf den Seiten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit .





Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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