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Neuer Magnetresonanz-Tomograph in Betrieb

Seit Mitte Dezember ist der neue Magnetresonanz-Tomograph im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des Klinikums Oldenburg in Betrieb. Das Gerät wird vom Klinikum medizinisch in der Diagnostik eingesetzt, die kooperierende Universität Oldenburg (Sonderforschungsbereich Neurokognition) nutzt das Gerät für wissenschaftliche Studien. Nur etwa zehn wissenschaftliche Zentren in der Bundesrepublik sind mit solchen Geräten ausgerüstet. Der Spezial-Tomograph zeigt aktivierte Hirnareale und durchblutete Herzkranzgefäße. Außerdem wird die Bildgebung im Rücken und bei Knochen und Weichteilen verbessert.

Oldenburg, den 9. Januar 2003. „Der neue Magnetresonanz-Tomograph soll in der bisher üblichen Diagnostik, aber auch neu in der kardiologischen Diagnostik eingesetzt werden. Vorteil für die Patienten: statt einer „invasiven“ Methode nutzen wir dann noch häufiger nicht-invasive per Magnetfeld,“ erklärt Prof. Dr. Gert-Hinrich Reil, Direktor der Klinik für Kardiologie. „Für das Klinikum Oldenburg eröffnet das Gerät durch die deutlich schnellere Bildgebung neue Möglichkeiten in der Diagnostik von Organen, die sich aktiv bewegen, wie das Herz oder passiv durch Atembewegungen bewegt werden. Erstmals wird am Klinikum dadurch das Herz für die Kernspintomographie „erschlossen“, ergänzt Dr. Klaus Bootsveld, Leiter des Instituts für Radiologie und Nuklearmedizin. Auch Organe wie Thorax oder Gefäße können dann „mit viel Lärm“, aber ohne Risiken untersucht werden.



Die Hirnforscher an der Universität Oldenburg nutzen das Gerät zu Forschungszwecken, da es die Analyse der Hirnfunktionen mit einer noch nie da gewesenen Vollkommenheit ermöglicht. Dr. Bootsveld weiter: „Unsere Kooperationspartner der Neurobiologe Professor Dr. Reto Weiler und der Neuropsychologe Professor Dr. Mark Greenlee sind vor allem an den Zentren im Gehirn interessiert, die an der Steuerung von Augenbewegungen und Aufmerksamkeit beteiligt sind.



Ein Magnetresonanz-Tomograph arbeitet mit einem Magnetfeld, in das die zu untersuchenden Körperteile eingeführt werden. Stellen mit starker Durchblutung – beispielsweise die beim Denken aktivierten Hirnareale oder durchblutete Herzkranzgefäße – verändern das Magnetfeld und erscheinen auf dem Bildschirm orangerot. Der Forscher sieht zwar glücklicherweise nicht und hoffentlich auch nie, was der Mensch denkt, immerhin aber, wo er denkt. Er kann die Struktur des Gehirns erkennen und dann auch eine „funktionelle Hirnkarte“ anlegen. Viele Untersuchungen können sogar ohne Kontrastmittel durchgeführt werden.



Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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