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Pressemitteilungsarchiv

Klinikum gründet MIC-Zentrum

Ob minimal invasive Operationen am schlagenden Herzen, am Dickdarm oder Gallenblase, ob Athroskopien am Kniegelenk, ob Endoskopien im Magen-Darm-Bereich oder Eingriffe in den Nasennebenhöhlen und im Mittelohr - minimal invasive Eingriffe werden - sozusagen von Kopf bis Fuß - im Klinikum Oldenburg bereits seit Jahren in vielen Bereichen durchgeführt. Die Vorteile für die Patienten liegen dabei auf der Hand: die Eingriffe sind sehr gewebeschonend, der Patient hat weniger Schmerzen und die Genesung verläuft weitaus schneller, ganz abgesehen vom günstigeren kosmetischen Ergebnis. Um die bestmögliche Versorgung der Patienten im Bereich dieser minimal invasiven Therapien zu garantieren, hat nun das Klinikum Oldenburg ein Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie und Therapie, das MIC-Zentrum Weser-Ems gegründet.

Oldenburg, den 20. April 2004. Im MIC-Zentrum haben sich die Klinik für Allgemeinchirurgie, die Klinik für Herzchirurgie, die Oldenburger Frauenklinik, die Klinik für Gastroenterologie, die Klinik für Urologie und Kinderurologie, die Klinik für Kinderchirurgie, die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, die Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie sowie das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin zusammengeschlossen. Koordinator des Zentrums ist Dr. Petr Ziegler, Oberarzt in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Die interdisziplinäre Versorgung der Patienten auf hohem Niveau kann in Zukunft nur durch Zentren gewährleistet werden, da die akuten medizinischen Probleme der Patienten immer vielfältiger und die technischen Anforderungen an eine optimale Therapie immer aufwendiger werden“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums Rudolf Mintrop einen der Gründe für die Gründung des MIC-Zentrums, „ganz abgesehen davon, dass auch der hohe Kostendruck auf Krankenhäuser eine Optimierung der Behandlungspfade verlangt, die durch eine Zentrumsgründung erreicht werden kann.“



Die minimal invasive Therapie nimmt in vielen Bereichen der Medizin einen immer größeren Raum ein. Sind beispielsweise in den 80er Jahren im Klinikum noch alle Eileiterschwangerschaften mit Bauchschnitt operiert worden, so ist es im Jahr 2003 nur noch 1 Prozent, der Rest wird minimal invasiv durchgeführt. Auch die Zahl der minimal invasiven Bypass-Operationen am Herzen wird in Zukunft deutlich ansteigen, ebenso die Zahl der minimal invasiven Herzklappen-Operationen. Seit Ende 2003 führt zudem die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie laparoskopische Nebennieren-OP’s durch.



Durch das Zentrum wird es im Bereich minimal invasiver Chirurgie und anderer Therapien nicht nur mehr Erfahrungsaustausch und gemeinsame Nutzung neuester Technik geben, die Mitglieder versprechen sich auch neue Behandlungswege und –methoden durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. In den letzten Monaten haben sich bereits verschiedene Kooperationen gebildet, die sich in Zukunft noch verstärken werden. Die Oldenburger Frauenklinik bekämpft beispielsweise seit kurzem gemeinsam mit dem Institut für Radiologie nicht operable Tumoren im kleinen Becken minimal invasiv, indem über die Beckengefäße gezielt mit Katheter Medikamente an den Tumor geführt werden. Ähnliche lokale Behandlungen von Lebertumoren laufen als Kooperation zwischen dem Institut für Radiologie, der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie der Klinik für Onkologie. Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie arbeitet zudem derzeit eng mit der Klinik für Urologie auf dem Gebiet der endoskopischen Zugangsverfahren im Becken zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Herzchirurgie und dem Institut für Radiologie zur Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen der Aorta im Brustkorb und Bauchraum trägt bereits erste Früchte und soll in Zukunft weiter intensiviert werden.



Die Information der Öffentlichkeit über das Operationsspektrum „Minimal Invasive Chirurgie“ sowie über andere minimal invasive Therapie- und Diagnostikverfahren wird im Rahmen der Zentrumsgründung verbessert. In einem ersten Schritt finden Interessierte auf den Internetseiten www.mic-zentrum-weser-ems.de zusammengefasst alle derartigen Behandlungsmöglichkeiten, die derzeit im Klinikum Oldenburg angeboten werden. An die niedergelassenen Kollegen wendet sich die Informationsveranstaltung im Medizinischen Ausbildungszentrum des Klinikums am Samstag, den 8. Mai 2004 (10 Uhr), bei der alle neun Disziplinen die derzeit möglichen minimal invasiven Behandlungen und neuesten Entwicklungen vorstellen.









Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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