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Pressemitteilungsarchiv

Kinderkardiologe vom Klinikum in Eritrea

Anfang März war der Kinderkardiologe des Klinikums Oldenburg, Dr. Reinald Motz für zwei Wochen in Asmana, der Hauptstadt von Eritrea und hat dabei ein herzchirurgisches Team aus dem Kinderherzzentrum Duisburg unterstützt. Mit dabei auch das erste mobile volldigitale Echolabor, das von der Firma Siemens zur Verfügung gestellt wurde und ein spezielle Software, die von der Firma OFFIS in Zusammenarbeit mit der Klinik für Kardiologie und dem Kinderkardiologen des Klinikums für kinderkardiologische Diagnostik entwickelt wurde.

Oldenburg, den 15. April 2005. In Asmana gibt es ein vom Hammer Forum e.V., einer humanitären Organisation aus Hamm, finanzierte OP-Einheit mit einer Intensivstation und einer Überwachungsstation für kleine Patienten. Zwei- bis dreimal im Jahr werden dort Kinder am Herzen operiert, aber auch neurochirurgische und gesichtschirurgische Eingriffe werden dort durchgeführt.



Dr. Motz ist bereits zum zweiten Mal nach 2003 mit dabei, aber diesmal stand der Einsatz unter besonderen Vorzeichen. „Vor Ort war das Echogerät kaputt. Um festzustellen, ob ein Kind am Herzen operiert werden muss oder nicht, ist dieses Gerät aber unverzichtbar“, erzählt der Kinderkardiologe, „also haben wir kurzerhand ein mobiles Echogerät mitgenommen samt Laptop und einer speziellen Software, die es uns ermöglicht, die Untersuchung des Herzens digital in Form von Filmen und Bildern festzuhalten.“ Diese Dokumentation der Untersuchung kann der Kardiologe nutzen, um später gemeinsam mit dem Herzchirurgen oder nachbehandelnden Ärzten die Behandlung besprechen oder die Vorgeschichte darstellen zu können. Der Einsatz dieses Gerätes und der speziellen Software hat sich bewährt. 126 Kinder hat Dr. Motz innerhalb von sechs Tagen untersucht und 20 Kinder sind aufgrund der Ergebnisse dann operiert worden.



Die Ärzte und das Pflegepersonal arbeiten kostenlos. Die Kosten für Flug, Unterkunft und Materialien übernimmt das Forum. Dr. Motz wurde für die Hälfte seines Aufenthaltes in Eritrea von der Klinikum-Leitung freigestellt, für den Rest hat er Urlaub genommen. Gefragt nach seinen Eindrücken, antwortet der 46jährige: „Um möglichst viele Kinder in der Kürze der Zeit behandeln zu können, haben wir natürlich viel arbeiten müssen. Das war anstrengend. Zumal die Kinder auch relativ schnell entlassen werden müssen, weil so wenig Betten zur Verfügung stehen. Wichtig ist mir auch, dass wir in der Zeit unseres Aufenthaltes einheimische Chirurgen, Kinderkardiologen und Pflegepersonal anlernen, damit sie später selbstverantwortlich diese Arbeit übernehmen können.“



Wer die Arbeit des Hammer Forums finanziell unterstützen möchte, kann dies bei der Sparkasse Hamm, BLZ 41050095, Konto 4070181 tun.





Ihr Ansprechpartner:
Dr. Reinald Motz, eMail motz.reinald@klinikum-oldenburg.de
 
Bildmaterial zu dieser Pressemitteilung:

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