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Pressemitteilungsarchiv

Chirurgische Behandlung ist Thema des VII. Klinikforums

Krebserkrankungen sind nach Herzkreislauferkrankungen die zweithäufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen in Deutschland. Mit zunehmender Lebenserwartung steigt die Bedeutung. Bei den Tumorerkrankungen ist der Dickdarmkrebs die zweithäufigste Todesursache bei Mann und Frau in der Bundesrepublik. Aber auch unsere anderen Verdauungsorgane Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse und Leber können befallen werden. Jedes Jahr kommt es bei Tumorerkrankungen des Verdauungstraktes schätzungsweise zu ca. 2000 Neuerkrankungen in der Weser-Ems-Region. Dabei gilt: Je früher erkannt, desto höher sind die Heilungschancen.

Oldenburg, den 7. November 2003. Die Chirurgie nimmt unter den Therapiemöglichkeiten bei den meisten Tumorarten die zentrale Stellung ein. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Technik dabei so weiterentwickelt, dass heutzutage vielfach auch Metastasen mit Heilungserfolg operabel sind. „Eine erfolgreiche Behandlung ist abhängig vom Stadium, in dem der Krebs entdeckt wird, aber auch von der Art des Tumors.“, erläutert Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab, Direktor der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie. Auch durch die bessere Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und die Entwicklungen auf diesen Gebieten unter anderem durch verbesserte Narkosemöglichkeiten oder eine wirksamere und verträglichere Chemotherapie können heute mehr Menschen erfolgreich behandelt werden als früher. Zum Auftakt am 19. November richtet sich deshalb das diesjährige Klinikforum „Chirurgische Behandlung von Krebserkrankungen“ speziell an die Ärzte, um neueste Entwicklungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit vorzustellen. Am darauf folgenden Tag findet dann ein Fortbildungstag für Pflegende statt.



Ein wichtiges Element bei der Früherkennung sind aber auch Informationen für den Laien. Den Abschluss des Klinikforums bildet deshalb der Tag für die Öffentlichkeit am Sonntag, den 23. November. „Einige Krebsarten wie der Dickdarmkrebs können genetische Ursachen haben. Dann spielen Vorsorgemaßnahmen wie Darmspiegelungen ab 55 Jahren oder der Hämokulttest, der nicht sichtbares Blut im Stuhl nachweisen kann, eine wichtige Rolle bei der Früherkennung“, weiß Prof. Raab, „aber auch das Wissen um Risikofaktoren wie Rauchen und Alkohol kann beim Einzelnen dazu beitragen, gesundheitsbewusster zu leben. Wir wollen deshalb am Tag für die Öffentlichkeit über Vorsorge, Therapie und Nachsorge bei verschiedenen Krebsarten informieren.“

Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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