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Pressemitteilungsarchiv

50 Jahre Urologie im Klinikum

Vor fünfzig Jahren, am 1. April 1952 wurde im Peter Friedrich Ludwigs-Hospital die erste Urologische Abteilung des Oldenburger Landes eröffnet, damals die einzige zwischen Ems und Elbe. Die urologische Abteilung bestand anfangs aus 31 Betten und konnte bereits auf zwei Operationssäle zurückgreifen. Erster Chefarzt war der Oldenburger Dr. Wolfgang Becker, sein Nachfolger wurde 1966 Dr. Rolf Baumgart. Am 1. Januar 1983 übernahm dann Prof. Dr. Armin Zimmermann die Leitung der Klinik für Urologie und Kinderurologie. Heute hat die Klinik 46 Betten und drei Operationssäle. Neben den Oldenburgern kommen immerhin fast 65 Prozent aller Patienten aus dem übrigen Weser-Ems-Gebiet, was die überregionale Bedeutung der Klinik unterstreicht. Die Klinik verfügt heute über eine hochmoderne Ausstattung, die sämtliche Verfahren zur Diagnostik und Therapie aller urologischer Krankheiten ermöglicht.

Oldenburg, den 23. January 2003. „Eigentlich hätten wir schon im letzten Jahr Jubiläum feiern müssen, aber da ich zusätzlich am 1. Januar 2003 20-jähriges Dienstjubiläum als Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie hatte, haben wir kurzerhand die Jubiläen zusammengelegt“, erklärt Prof. Dr. Armin Zimmermann. Am Freitag, den 31. Januar feiert der Klinikchef mit seinen Mitarbeitern und ehemaligen Klinikbediensteten. Am darauffolgenden Sonntag wird anläßlich des Jubiläums die Öffentlichkeit Gelegenheit haben, beim Tag der Offenen Tür die Klinik und ihr Leistungsspektrum kennen zu lernen. Im Frühjahr soll dann noch eine Veranstaltung für niedergelassene Ärzte stattfinden, um auch ihnen für die teilweise jahrzehntelange gute Zusammenarbeit zu danken.



„Die Urologie hat sich in den vergangenen 50 Jahren extrem verändert. Von einer rein chirurgischen Disziplin hat sie sich zu einer überwiegend endoskopischen gewandelt. Die früher üblichen, belastenden Schnittoperationen bei Harnsteinen wurden beispielsweise allmählich nahezu vollständig durch schonende perkutane und endoskopische Methoden der Steinentfernung ersetzt. Seit 1988 ist es zudem im Klinikum möglich, mit dem derzeit modernsten Verfahren mittels Nierensteinzertrümmerungsgerät ohne operativen Eingriff Steine zu entfernen“, weiß Prof. Zimmermann zu berichten. Auch die Diagnostik hat sich zwischenzeitlich erheblich verbessert, so dass viele damals noch übliche Operationen heute gar nicht mehr nötig sind.



Der große Einzugsbereich der Klinik lastete schon 1952 nahezu aus dem Stand heraus die Bettenkapazität im PFL aus. Das Raumproblem wurde noch durch Notfalleinweisungen verschärft. Schon frühzeitig stand deshalb die Notwendigkeit einer Umsiedlung nach Kreyenbrück fest, um zusätzliche Betten zu gewinnen. Der Wechsel ließ jedoch bis zum Jahre 1959 auf sich warten. 1962 wurden 570 Patienten in der Klinik stationär behandelt, im Jahr 2002 sind es fast 2.400 Patienten gewesen. Auch die Liegezeiten der Patienten haben sich stark verändert. Lag 1962 durchschnittlich ein Patient 31,7 Tage in der urologischen Klinik, waren es 2002 nur noch 6,7 Tage. Dies ist um so bemerkenswerter, weil heutzutage immer häufiger schwierigere Großoperationen durchgeführt werden und eine Verlagerung der kleineren Eingriffe in den ambulanten Bereich stattfindet.

Ihr Ansprechpartner:
Barbara Delvalle, eMail delvalle.barbara@klinikum-oldenburg.de
 

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