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Pressemitteilungen

Regionales MRSA-Screening vom 23. bis 27. Mai

Wer in der Woche vom 23. bis 27. Mai 2011 als Patient in eines der drei Oldenburger Stadtkrankenhäuser kommt, wird neben persönlichen Daten auch um einen Nasenabstrich gebeten. Grund ist das sogenannte „MRSA-Screening“, eine regionale Reihenuntersuchung, die der Verbreitung von MRSA-Keimen, methicillin-resistenter Staphylococcus aureus, auf die Spur kommen will. Diese Keime haben eine Unempfindlichkeit gegen verschiedene Antibiotika entwickelt und gehören zu den weltweit wichtigsten Erregern von Krankenhausinfektionen. Die Aktionswoche ist Teil des EU-Projekts EurSafety Health-net (www.eursafety.eu), das entlang der deutsch-niederländischen Grenze die Verbesserung der Patientensicherheit und eine Verbesserung des Schutzes vor Infektionskrankheiten zum Ziel hat.

Oldenburg, den 20. May 2011. In Oldenburg obliegt die Koordination der Reihenuntersuchung dem Institut für Krankenhaushygiene, das von allen drei Stadtkrankenhäusern getragen wird. Institutsdirektor Dr. med. Jörg Herrmann erläutert die Bedeutung des flächendeckenden Screenings: „Für jedes Krankenhaus ist es wichtig festzustellen, welche Risikopatienten oder Patientengruppen Träger des MRSA-Keimes sind. Nur so können gezielte Maßnahmen zum Schutz des betroffenen Patienten und der Mitpatienten getroffen werden.“ Denn viele Menschen sind Überträger von MRSA, ohne es zu wissen; dies betrifft etwa 1-3% der Patienten, die in Krankenhäusern aufgenommen werden, wie frühere Untersuchungen ergaben. Bemerkt wird dies oft erst, wenn aus einer ungefährlichen „Besiedelung“ mit MRSA eine Infektion geworden ist, z.B. als Folge offener Wunden.

Um festzustellen, ob ein Patient mit MRSA „besiedelt“ ist, wird im Rahmen der Aufnahme ins Krankenhaus in der nächsten Woche ein Abstrich mit einem Wattetupfer aus Rachen und Nase entnommen und auf MRSA hin untersucht. Die Prozedur dauert nur wenige Minuten und erfolgt durch Hygienefachkräfte und hygienebeauftragte Pflegekräfte des jeweiligen Krankenhauses, die auch für Fragen zur Verfügung stehen. Patienten, die über die Notaufnahmen kommen, werden ebenfalls miteinbezogen. „Wir möchten uns schon jetzt bei allen Patienten, die teilnehmen, herzlich bedanken“, so Dr. Jörg Herrmann, „die Ergebnisse helfen den Krankenhäusern in Oldenburg, in Hygienefragen noch besser zu werden – und kommen damit auch zukünftigen Patienten zugute.“ Nach Vorliegen aller Untersuchungsergebnisse und Auswertung der anonymisierten Begleitdaten werden die teilnehmenden Krankenhäuser ihr bisheriges MRSA-Management überprüfen und gegebenenfalls anpassen.

Insgesamt nehmen 32 Krankenhäuser aus Landkreisen und Städten der Ems-Dollart-Region teil. Zentraler Ansprechpartner für alle Beteiligten vor Ort ist das lokale Gesundheitsamt. Die Projektkoordination für die gesamte Ems-Dollart-Region ist am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt in Hannover angesiedelt.

Anmerkung: Diese Presseinformation ist eine Kooperationspresseinformation der drei Oldenburger Stadtkrankenhäuser.

Ihr Ansprechpartner:
Dr. med. Jörg Hermann, eMail hygiene@klinikum-oldenburg.de
 

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