Bei hämatologischen Erkrankungen ist in der Regel die Chemotherapie evtl. die Strahlentherapie mittel der Wahl. In seltenen Fällen ist auch -watch and wait- die richtige Therapie. Die Chemotherapie wird in Rahmen von Studien oder analog in der Abteilung Hämatologie durchgeführt. Bei geplanter Knochenmarkstransplantation wird die Therapie frühzeitig mit dem zuständigen Zentrum abgestimmt.
Bei soliden Tumoren wird nach Festlegung des Tumorgradings im Rahmen einer interdisziplinären Konferenz (Radiologen, Chirurgen verschiedener Disziplinen, Gastroenterologen, Pathologen, Strahlentherapeuten, Humangenetiker und Onkologen) die weitere Therapie festgelegt. Viele Therapien erfolgen in interdisziplinären Studien.
In der Regel werden je nach Anzahl der Untersuchungen ein bis drei Tage benötigt. Das parallel dazu durchgeführte Staging benötigt je nach bereits erfolgten Untersuchungen ebenfalls ein bis drei Tage. Das Ergebnis einer Histologie benötigt je nach Untersuchungslabor und Versand zwei bis sieben Tage. Das bedeutet, dass der Patient eine halbe bis ganze Woche einmalig als Vorbereitungsphase rechnen muss, bevor die eigentliche Therapie erfolgt. Für das Zwischenstaging wird in der Regel ein Tag benötigt.
Vor Durchführung der Chemotherapie wird mit dem Patienten und bei Wunsch mit den Angehörigen ein ausführliches Gespräch über die Erkrankung, die Therapiemöglichkeiten (kurativ, neo-, adjuvant, palliativ), und die Chemotherapie gesprochen.
Viele Patienten haben Angst vor der Übelkeit und dem Haarverlust. Die heutigen Antiemetika ermöglichen, dass Patienten keine oder nur noch geringe Emesis mehr verspüren. Wichtig ist auch die Einnahme der verordneten Medikamente zu Hause, da einige Chemotherapeutika gerade in den ersten drei Tagen nach Durchführung der Therapie zu Emesis führen. In bezug auf den Haarverlust, den vor allen Dingen Frauen als sehr unangenehm empfinden, werden von uns Perücken rezeptiert, die z.T. nicht vom Echthaar zu unterscheiden sind.
Für die Durchführung der Chemotherapie gibt es mehrere Möglichkeiten. Gut verträgliche Chemotherapien mit einfachen Schemata werden in unserer Tageklinik gegeben. D.h. der Patienten kommt, erhält eine Blutbildkontrolle und anschließend die Therapie. Die Patienten sollten nicht selbständig fahren, sondern sich fahren lassen.
Die Zwischenstagings erfolgen in unserer Ambulanz nach Vollendung von zwei oder drei Zyklen, je nach Erkrankung.
Kompliziertere oder schlecht verträgliche Schemata werden unter stationären Bedingungen gegeben. Nach Durchführung der Therapie wird der Patient entlassen, außer es werden Komplikationen während des postchemotherapeutischen Intervalls erwartet. In diesem Fall wird der Patient bis zur Stabilisierung der kritischen Phase überwacht. In der Regel handelt es sich hierbei um einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Die Überwachung betrifft vor allen Dingen die hämatologischen Erkrankungen.
Viele Patienten fragen nach alternativmedizinischen Therapiemöglichkeiten. In bezug auf viele Substanzen gibt es keine validen Studien. Wir führen in unserer Abteilung keine Paralleltherapien durch, da die möglichen Wechselwirkungen nicht sicher bekannt sind. Deshalb führen Sie bitte keine z.B. Misteltherapie gleichzeitig zur Chemotherapie durch. Sollte der Patient jedoch den ausdrücklichen Wunsch einer z.B. Misteltherapie haben, bitten wir hier um Rücksprache, um ein einheitliches Konzept zu erarbeiten.
Da die Erkrankung für den Patienten und sein Umfeld einen tiefen Einschnitt in sein bisheriges Leben bedeutet, bieten wir begleitend eine psychologische Betreuung durch unsere Psychologin oder eine Betreuung durch einen Geistlichen neben der ärztlichen und pflegerischen Betreuung an.
23.06.2012:

(Seminar/Tagung)
27.06.2012:

(Vortrag)
Was tun bei Blutarmut?
Assistenzarzt (w/m) als Berufsanfänger oder mit klinischer Erfahrung
Beginn:
nächstmöglicher Termin